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D.R.
ZUR SYNCHRONGESCHICHTE IN DEUTSCHLAND BIS 1970
Teil 2
Von Norbert APING

La Gazette du doublage is proud and honoured to open its pages to an original text of German cinema and dubbing historian Norbert Aping.

Born in 1952, Mr Aping is a specialist of Laurel & Hardy. He’s the author of Das Dick und Doof Buch (Schüren Verlag, Marburg, 2004) and a specialist of german dubbing.

The subject of his latest book is Atoll K, the final entry in the Laurel & Hardy series. Please note that a french version of this text will be published as soon as possible.

Here’s Part 2...



Als die politischen Verhältnisse im kalten Krieg dazu führten, dass verstärkt Präsenz in West-Berlin gezeigt werden sollte, wurden dort durch die bundesdeutsche Steuergesetzgebung Unternehmensansiedlungen gezielt gefördert. Daher eröffneten Synchronfirmen, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nicht in Berlin angesiedelt hatten, nun neue Niederlassungen in West-Berlin oder verlegten ihre Produktion ganz dorthin. Im Endeffekt konnten daher Berliner Synchronstudios den wesentlichen Teil der zu synchronisierenden US-amerikanischen Produktionen der M.P.E.A., die sich in Deutschland zum Jahresbeginn 1950 auflöste, an sich binden. Bedeutende Synchronstudios jener Tage waren die Berliner Synchron (gegründet 1949 von Wenzel Lüdecke), die Elite-Film, des ehemaligen M.P.E.A., -Produktionsleiters Franz Schröder, Amely Kaudels Kaudel-Film, die Synchronabteilung der RKO, die bald nach Reinhard W. Noacks frühem Tod in die Firma Simoton von Dr. Kurt Simon überging, Alfred Kirschners Mondial-Film, Alfred Vohrers und Josef Wolfs Ultra Synchron - fast alle mit Sitz in Berlin-Lankwitz - sowie die Synchronabteilung der MGM, in Berlin-Tempelhof in den Räumen des gleichnamigen Filmstudios mit Georg Fiebiger an der Spitze. Eine Besonderheit war Alfred Kirschners Mondial-Film,. Kirschner unterhielt gleichzeitig in Paris ein gleichnamiges Synchronstudio für französische Synchronisationen. In Berlin ragten z.B. Arbeiten von Fritz A. Koeniger heraus, der sich besonders auf geschliffene Komödien-Dialoge verstand und zu den Autoren zählte, die z.B. Alfred Hitchcock für deutsche Fassungen seiner Filme verlangte, und auch die des Literaten Dr. Hermann Gressieker, der für sprachliche Eleganz stand.